MaKo 2020 – auf Interim folgt Interim

Thu, 27 Dec 2018 03:40:52 +0100

Die Bundesnetzagentur hat das Festlegungsverfahren zur Anpassung der elektronischen Marktkommunikation an die Erfordernisse des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (BK6-18-032) (Marktkommunikation 2020; MaKo 2020) abgeschlossen. Die Prozessdokumente zu GPKE, WiM, MPES und MaBiS sind jetzt veröffentlicht. Alle Marktteilnehmer haben jetzt ein Jahr Zeit, die Prozesse umzusetzen.

Warum „Marktkommunikation 2020“?

Das aktuell gültige Interimsmodell ist für die Sparte Strom zeitlich befristet und endet am 31. Dezember 2019 (§ 60 Abs. 2 Satz 2 MsbG).

Ab dem 1. Januar 2020 ist gemäß § 60 Abs. 1 MsbG ausschließlich der Messstellenbetreiber für die Aufbereitung und sternförmige Verteilung aller Messwerte verantwortlich. Die BNetzA weist in der BK6-18-032 darauf hin, dass dies unabhängig von der jeweils vor Ort eingesetzten Messtechnik gilt. Also auch unabhängig von der Verfügbarkeit intelligenter Messsysteme. Um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, wurde das Festlegungsverfahren BK6-18-032 eröffnet. Mit den geänderten Prozessen erfolgt die sternförmige Marktkommunikation aller aufbereiteten Messwerte ab dem 1. Januar 2020 aus dem Backend des Messstellenbetreibers.

MaKo 2020 – Kurz und Knapp

Wie es sich bereits angedeutet hat, und von vielen Marktteilnehmern abgelehnt wurde, übernimmt der ÜNB die Datenaggregation für iMS und folglich die Bilanzierung aller mit intelligenten Messsystemen ausgerüsteten Messstellen. Im Ergebnis wurden die Prozessbeschreibungen zur MaBiS und den Stammdatenprozessen grundlegend überarbeitet. Hinzu kommen eine umfassende Beschreibung der Anforderungen an die zu übermittelnden Werte sowie neue Prozesse, wie die Übermittlung von Berechnungsformeln für komplexe Messstellen.

Die wichtigsten Änderungen finden Sie hier im Überblick:

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Mit der Verschiebung der Bilanzierungsverantwortung für iMS vom NB zum ÜNB müssen alle Marktteilnehmer künftig in der Lage sein, auch mit dem ÜNB zu kommunizieren. Damit steigt auch die Komplexität der Marktprozesse. So kommt es beispielsweise zu Dopplungen von Datenübermittlungen, Synchronitätsprüfung der Stammdaten zwischen ÜNB und Lieferant oder zu zusätzlichen Clearingprozessen. Es gilt die neuen Prozesse einzubinden, die geänderten Prozesse anzupassen, Abhängigkeiten und Wechselbeziehungen zu prüfen. Denn die IT-Systeme müssen bis zum 1. Dezember 2019 fit für die Marktkommunikation 2020 sein.

GISA unterstützt bei dem, was Sie jetzt tun müssen

Wir beraten Sie bei der IT-Umsetzung der geänderten Prozesse von der Konzeption bis zur Umsetzung. Am 16. Januar 2019 findet zum Thema MaKo 2020 ein Webinar statt. Unsere Experten geben Ihnen dann schon einen Überblick über die neuen Regelungen und deren Auswirkungen auf Ihre Prozesse und zeigen Ihnen, was Sie jetzt beachten müssen. Zur Anmeldung.

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